Was macht Sex mit unserem Körper?

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BRNY Redakteur Kai hat vor einigen Monaten über die Auswirkungen eines gesunden Lebensstils mit ausgewogener Ernährung und viel Sport auf Sex geschrieben.

Was passiert eigentlich bei Sex mit dem Körper?

Beim Sex schüttet der Körper eine Menge Botenstoffe und Hormone aus, der Testosteronspiegel steigt erst an und fällt nach dem Orgasmus des Mannes dann deutlich. Auch Adrenalin, ein Botenstoff, der uns in Gefahren schnelle Energie liefert und uns über unsere üblichen Grenzen hinaus antreibt, wird hier ausgeschüttet. Wer schon einmal erkältet Sex hatte, kennt dieses Phänomen vielleicht. Konnte man vor dem Sex noch kaum durch die Nase atmen, so ist sie nach dem Orgasmus plötzlich frei. Auch hierfür ist das Adrenalin verantwortlich, es lässt die Schleimhäute in der Nase abschwellen, was uns für einige Minuten das Atmen wieder erleichtert.

Sex ist für den Körper unheimlich anstrengend. Es werden sehr viele Muskeln beansprucht und trainiert. Wer länger keinen Sex hatte und dann eine Nacht lang die Sau rauslässt, hat nicht selten am nächsten Tag Muskelkater. Wie man dem durch gezieltes Muskeltraining vorbeugen kann und welche Muskeln von Sex insbesondere betroffen sind, erfahrt ihr bald in einem anderen Artikel auf BRNY!

Interessant ist auch das Ergebnis einer Studie, laut der durchtrainierte Männer öfter Sex haben. Doch funktioniert dies auch in die “andere Richtung”?

Abnehmen durch Sex ist im Internet ein großes Thema, die Onlineausgaben der gängien Frauenzeitschriften werben mit einer phänomenalen Sexdiät und auch in Onlineforen einschlägiger Websites mit der Hauptzielgruppe Frau wird darüber diskutiert, ebenso die Kollegen mit männlicher Zielgruppe wie MensHealth und auch viele Blogger sind auf dieses Thema schon eingegangen.

Auswirkungen auf die Psyche?

Oxytocin ist ein Nerotransmitter. Einfach ausgedrückt, ist dies ein Botenstoff, ein chemischer Stoff, den unser Gehirn für die Kommunikation mit uns selbst nutzt. Dieser Botenstoff wird aufgrund bestimmter Faktoren ausgeströmt und sorgt dafür, dass wir durch ein eine tiefe Bindung mit Menschen eingehen. Er wird beim Kuscheln und nach dem Sex ausgeschüttet und führt so dazu, dass uns Menschen – mit denen wir geschlafen haben – emotional nicht vollkommen egal sind, je öfter wir mit ihnen Schlafen, desto wichtiger werden sie uns. Doch Oxytocin hat biologisch gesehen noch eine viel größere Aufgabe, denn es ist essentiell am Geburtsvorgang beteiligt.

Oxytocin stammt übrigens aus dem griechischen und heißt: “sanfte Geburt”. Nun, ich habe noch nie ein Kind geboren und werde das auch nicht tun, aber ich kann mir vorstellen, dass eine Geburt alles andere als sanft oder leicht ist!

Der Botenstoff Oxytocin allerdings, der bei der Geburt das Gehirn überflutet, sorgt für die tiefe Bindung zwischen Mutter und Kind. Zwar hat die Mutter bereits in der Schwangerschaft eine sehr tiefe Bindung zu ihrem Baby aufgebaut, doch beim Geburtstvorgang wird diese Bindung noch unvorstellbar vervielfacht. Auch das Stillen führt zu der Ausschüttung von Oxytocin und trägt so mit jedem Stillvorgang dazu bei, dass die Bindung vertieft wird.

Dies ist die biologische Komponente, wir wissen allerdings aus der Sozialforschung und nicht zuletzt auch aus dem, was wir in unserer Umwelt erleben, dass selbst Mütter, die ihr Kind adoptiert haben und somit es nicht selbst geboren haben oder Mütter, die nie gestillt haben, eine unvorstellbar tiefe Bindung zu ihrem Kind haben. Dennoch möchte ich dem Neurotransmitter noch etwas Aufmerksamkeit widmen und eine kleine Anekdote erzählen:

Ein recht bekannter Verführer, dessen Namen ich an dieser Stelle nicht nennen möchte, wobei ich denke, dass er sich angesprochen fühlt, wenn er das hier liest, erzählte mir, dass er bei einem Erlebnis zu Dritt mit zwei Frauen immer einen speziellen “Trick” anwendete. Er war sich nicht sicher, ob die Ergebnisse, die er damit erzielte – wie bei einem Placebo Effekt – lediglich auf seiner voreingenommenen Wahrnehmung beruhten oder ob sie wirklich reproduzierbar für andere Dreier wären. Sein Trick sah so aus: 

Er wusste, dass nach dem Sex das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet werden würde, dies führt dazu, dass wir uns an Menschen binden. Um zu verhindern, dass seine beiden Bettgenossinnen, sich zu sehr auf ihn konzentrierten, verließ er nach dem Liebesspiel unter einem Vorwand das Bett und blieb einige Minuten fort, allerdings nicht ohne den Frauen die Aufgabe zu übertragen miteinander zu kuscheln.

Er erhoffte sich hiervon, dass die Frauen – die meist vor diesem Erlebnis nichts miteinander zu tun hatten – dadurch eine tiefe Bindung zueinander aufbauten und das Erlebnis in positiver Erinnerung behielten um auch zukünftigen Abenteuern zu Dritt nicht abgeneigt zu sein.

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