Niccolò Santi - Aus dem Leben eines Frauenverstehers

Be like Mike

champion
Bild: blasbike

Be like Mike – das war in den 80ern und 90ern das Motto, wenn es darum ging, sich zu motivieren: Sei wie Michael Jordan, der Ausnahmebasketballer, das Genie auf dem Court, ein Mann, der das Spiel revolutionierte wie kein anderer! Die Liste der Rekorde und Titel, die auf das Konto des Superstars der Chicago Bulls gingen, ist beachtlich: Er wurde zweimal Olympiasieger, 5x wichtigster Spieler der Saison, holte mehrere Punkte- und Punktdurchschnittsrekorde, gewann zweimal in Folge den Slamdunk-Contest des Allstar-Wochenendes, 6x NBA Champion. Die Liste ließe sich noch stundenlang fortführen, und man hätte immer noch nicht alle Leistungen des Shooting Guards, der auch neben dem Spielfeld erstaunliche Dinge erreichte: Er war zwischenzeitlich auch professioneller Baseball-Spieler, war über viele Jahre das Gesicht von Gatorade, verschaffte Nike zum Durchbruch und hat auch heute noch, lange nach seinem Karriereende, bestimmenden Einfluss auf die NBA. 

Be like Mike, das bedeutete immer „sei genauso erfolgreich und gut wie Michael Jordan.“ Was aber nie bei dieser Parole beachtet wurde: Kaum ein Spieler der NBA hat öfter versagt als Michael Jordan! Er sagte einmal selbst: „I’ve missed over 9000 shots in my career. I’ve lost almost 300 games. 26 times I’ve been trusted to take the game winning shot and missed. I failed over and over and over again. And that’s why I succeed.“ Diese Wahrheit ist das ganze Geheimnis hinter dem Erfolg von Michael Jordan und praktisch jedem anderen erfolgreichen Menschen auf der Welt, egal ob es um die Verführung schöner Frauen, um Sport oder um andere Dinge geht. Auch ich versage immer und immer und immer wieder. Es gibt kaum Menschen, die so oft Körbe von Frauen gekriegt haben wie ich. Gleichzeitig gibt es auch kaum Menschen, die so viele schöne Frauen flachgelegt haben wie ich. Und ich werde weiter einen Korb nach dem anderen kassieren und eine schöne Frau nach der nächsten besteigen.

Aber warum ist das so? Zuerst einmal: Ganz klar, wer eine bestimmte Sache sehr oft versucht, der wird selbstverständlich oft scheitern. Das liegt in der Natur der Sache. Aber der wichtigere Punkt ist ein anderer: Wer scheitert, der ist fast automatisch gezwungen, zu analysieren und sich zu fragen, wie er es beim nächsten Mal besser machen könnte. Nur so wird er besser und kann beim nächsten Versuch noch höhere Hürden nehmen, noch größere Herausforderungen annehmen, noch stärker werden. 

Wer dagegen Hürden leicht nimmt, der muss sich selbst und seine Methoden nicht hinterfragen und lernt so auch kaum dazu. So hat man zwar Erfolge, kann sich aber langfristig kaum verbessern. Deshalb ist es nicht galsch, sich immer wieder in Situationen zu begeben, wo man scheitern könnte. 

Vielleicht seid ihr im ersten Moment enttäuscht, und es macht sicher keinen Spaß, sich selbst in Frage zu stellen und immer und immer wieder an sich zu arbeiten. Aber das Ergebnis wird euch sehr viel Spaß bringen und unterm Strich alle Mühen um ein Vielfaches aufwiegen. 

Bessert euch! Und zwar durch scheitern… 

Niccoló Santi 

Bild: CC BY-SA  Bestimmte Rechte vorbehalten von Aleksandr Osipov

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