Niccolò Santi - Aus dem Leben eines Frauenverstehers

Konsequent inkonsequent

One Night Stand
Bild: Depositphotos.com @ artem_furman

Montag Abend Sex mit Julia, Dienstag ein Hotelzimmer in Dortmund verwüstet mit Petra, am Mittwoch nach dem Sport Katja mit nach Hause genommen, Donnerstag Mittag nach dem Brunch auf der Toilette des Bistros Alexandra vernascht. Als Dessert, quasi. Das Wochenende dann mit Freunden gefeiert, wobei natürlich auch schöne Frauen dabei waren. Und Montag ging es von vorne los…
So oder so ähnlich läuft eine Woche ab, wenn ihr mindestens auf dem „Fortgeschrittenen“-Level im großen Spiel der Verführung unterwegs seid. Und viele Männer werden euch bewundern, beneiden und sich fragen, wie dieser Kerl (also IHR) nur dieses saugeile Leben führen kann!

Und das ist auch ein gutes Gefühl, zu wissen, dass 90% der Männer auf diesem Planeten gerne mit uns tauschen würden.

Was die meisten anderen Männer aber nicht sehen: Das Leben so zu führen wie wir es tun ist harte Arbeit!

Wir vernachlässigen andere Dinge, sagen Freunden oder der Verwandtschaft ab, um noch eine attraktive Blondine flachzulegen, um noch ein scharfes Mädel klarzumachen, um noch ein Abenteuer zu erleben. Das ist ein verständlicher Drang. Dieser Drang, der Trieb des Mannes, seinen Samen zu verbreiten, ist das, was die Menschheit seit zig tausend Jahren überleben lässt. Und dass dieser Drang bei Männern, die eine große Auswahl an verfügbaren Frauen haben, besonders groß ist, ist ja wohl nicht verwunderlich.

Trotzdem nehme ich mir jedes Mal vor, auch mal auf ein Abenteuer zu verzichten. Auch mal eine schöne Frau nicht verführen zu wollen. Stattdessen an einem neuen Buch zu arbeiten oder wenigstens an meinem Waschbrettbauch. Oder mal wieder meine Eltern zu besuchen.
Aber wenn ich dann eine Frau in Aussicht habe, die auf meiner persönlichen Skala mindestens eine 8 ist, dann greife ich doch wieder nach den extragroßen Kondomen und sitze eine Stunde später mit ihr in der Cocktailbar, grabe an ihr herum, knabbere an ihrem Ohr, drei Stunden später liegen wir verschwitzt rum und tun so, als würde uns das Gerede des anderen interessieren, dann springe ich wieder in meinen SUV, fahre durch die Stadt, höre Phil Collins und schlafe alleine ein.

Klingt traurig, denkt ihr? Klingt inkonsequent?

Klingt, als wäre ich irgendwie süchtig nach Gelegenheitssex mit ständig wechselnden, aber immer attraktiven Frauen?

Ihr habt recht. Aber das macht nichts, ihr seid ja nur neidisch!

 

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Nico

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