Sams verrückte Chicks

Entmystifiziert: Sex auf der Flugzeugtoilette

Am Sonntag bin ich nach einem verlängerten Wochenende in Mailand mit Niki wieder nach Wien geflogen. Am Aeroporto Milano kam ich in der Wartehalle mit einer jungen Frau ins Gespräch, die Stewardess bei Niki ist, allerdings heute keinen Dienst hatte. In diesem Gespräch gab es nur eins, was ich wirklich wissen musste:

Wie oft haben Leute Sex im Flugzeug? Und mit welchen Sanktionen haben sie dann zu rechnen?

Ich fliege im Jahr ca. 30 Mal, an Flughäfen treffe ich aller Hand lustige Menschen. Im Falle eines Todes über den Wolken zahlt meine Lebensversicherung 30.000 Euro an meine Hinterbliebenen aus. Ich habe mir immer gedacht, wenn ich schon sterbe, dann soll es ein lukrativer Tod sein. Doch das gilt leider nur für Unfälle in einem Flugzeug. Ein Flugzeugabsturz wäre ein Unfall. Ein von Terroristen gekippnaptes Flugzeug, das daraufhin von der U.S.-Airforce abgeschossen wird, könnte man auch noch als Unfall durchgehen lassen. Doch was ist, wenn man vom wütenden Freund mit einer Plastikgabel abgestochen wird, weil man es gerade mit seiner Freundin auf der Flugzeugtoilette getrieben hat? Ich werde meinen Versicherungsberater besser noch mal anrufen.

Dank Google findet man schnell ein paar Treffer um das Risiko von Sex an Bord einschätzen zu können. Ein Artikel von Welt online erklärt, dass im Zweifelsfall das Flugpersonal abwägen dürfe, ob sie jemanden mitnehmen oder nicht. Dort heißt es:

Wer sich zum Beispiel weigert, das Handy abzuschalten oder bei offensichtlicher Trunkenheit die Wodkaflasche aus dem Duty-free-Shop abzugeben, der bekommt es schnell mit dem Personal zu tun

Das erinnert mich an meinen ersten Flug nach Wien, Dezember 2011 vom Flughafen Berlin Tegel aus. Ich hatte mich auf dem Weg von Berlin-Mitte nach Tegel mit der Berliner S-Bahn verfahren und irgendwann einem Taxifahrer an der S-Bahn Station Berlin Gesundbrunnen 50 Euro dafür gegeben, dass er mich so schnell wie möglich zum Flughafen Tegel fährt. Leider hatte ich damals, vor dem Beginn meiner Vielfliegerkarriere, noch unvorstellbare Flugangst. Also kaufte ich eine Flasche Wodka im Duty Free und immer wenn die Stewardess wegschaute, habe ich einen Schluck daraus genommen. Volltrunken habe ich meine Bibel ausgepackt und laut daraus vorgelesen, sowie den Fluggästen links und rechts neben mir abwechselnd auf deutsch und englisch erklärt, wovor ich genau Angst habe. Ich kann heute froh sein, dass der Flug nur 01:20 dauerte, denn andernfalls, wäre der Pilot sicherlich auf der Höhe von München notgelandet um mich rauszuschmeißen. Außerdem ist es im Nachhinein gut zu wissen, dass es sich hierbei um einen innereuropäischen aber nicht innerdeutschen Flug handelte, denn auf innerdeutschen Flügen schenkt Airberlin in der Vorweihnachtszeit gern Glühwein aus und jeder alkoholische Tropfen mehr hätte mich Schlussendlich auf die Intensivstation befördert. 

Die Antwort der Niki Stewardess zu diesem Thema war allerdings mehr als ernüchternt. Sie wusste es nicht! Dies sei in ihrer Dienstzeit noch nie vorgekommen. Zu meiner italienischen Freundin würde ich nun sagen: Potrebbe essere una delusione! 

Ein bisschen recherchiert und gegoogled habe ich trotzdem noch und eine Diskussion bei GoFeminin machte darauf aufmerksam, dass es im Falle von Flugzeugsex zu einer Notlandung kommen kann, die entstanden Kosten würden dann die Verursacher tragen. Es gibt also doch bessere Orte um Sex zu haben, aber immer noch besser als: auf der Fensterbank.

About the author

Sam

Sam Feuerstein ist erfolgreicher Con Artist und reist seit Jahren durch Europa. Er lebt abwechselnd in Wien und auf Mallorca.

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