Die Persönlichkeitsentwicklung

Am Anfang steht bei vielen Flirt – Neulingen der Traum von einer bestimmten Frau. Häufiger noch, der Traum ganz vieler Frauen. Doch wer Verführung lange betreibt, der merkt schnell, dass man mit Auswendiglernen von eingeübten Sprüchen, ja selbst Kopieren von Körpersprache und Modestil nicht weit kommt. Doch woran liegt das und wie genau entwickelt sich die eigene Persönlichkeit?

Komfortzone als größtes Hindernis der Entwicklung

Verhaltensmuster von erfolgreichen Männern und Menschen sind immer nur Auswirkungen ihrer Glaubenssätze und Erfahrungen. Sie handeln auf eine bestimmte Art und Weise, weil sie die Grenzen des Machbaren kennen. Sie wissen, was funktioniert, und haben ihr Weltbild aufgrund vieler Referenzerfahrungen aufgebaut. Während ein nicht so erfolgreicher Mann sagt „Ich glaube, ich mache dies und das falsch bei Frauen“, wird ein erfolgreicher Mann sagen „Ich habe gerade das und das falsch gemacht, und deshalb hat sie wie folgt reagiert. Genauso habe ich bei Frau XYZ das und das richtig gemacht, und deshalb war ich erfolgreich. Ich weiß, was ich tun kann und was ich besser sein lasse.“.

Die Persönlichkeitsentwicklung muss also genau so verlaufen, dass man seine persönlichen Grenzen kennenlernt. Man muss sie überschreiten – ein langwieriger und anstrengender Prozess. Sorgen bereiten dabei eine Reihe Missverständnisse, denn viele fangen an mit dem Glauben, durch Lesen von Theorie und In-Seiner-Komfortzone-Bleiben würde man eine lineare Entwicklung hinlegen. So ist es aber nicht.

Die drei Missverständnisse

Missverständnis 1 ist die Erwartung einer linearen und konstanten Qualität, also immer gleicher Ergebnisse. Der Neuling erwartet: Wer einmal gut ist, wird immer gut sein. Es ist jedoch so, dass es  immer gute und schlechte Tage gibt, egal ob Anfänger oder Profi. Sowohl man selbst als auch die Personen, mit denen man interagiert, sind menschlich. Damit hat man eine ganze Reihe unbestimmter Variablen in seiner Gleichung. Zwar zeichnen sich nach einer gewissen Zeit Muster ab, die auf bestimmte Situationen zutreffen, doch prinzipiell kann nie vorausgesagt werden, was genau passieren wird. Das einzige, das mit der Zeit steigt, ist das Grundlevel, d.h. am Anfang mag ein guter Tag vielleicht darin bestehen, dass man von einer Frau eine Nummer bekommt, wenn man Fortgeschrittener ist, bekommt man vielleicht 15 oder verführt eine Frau bis zum Sex.

Zudem verläuft die Persönlichkeitsentwicklung nicht linear. Der Lernende bewegt sich meist auf einem Plateau. Besondere Ereignisse bringen einen plötzlichen, sprungartigen Anstieg und anschließend verweilt der Lernende auf ein etwas höheres Plateau zurück. Oft sind diese Ereignisse Phasen, in denen die Entwicklung scheinbar stillsteht oder man es schwer hat. Wer es schafft, sich durch Tiefs zu kämpfen, geht meist mit einem Lernerfolg oder einem beachtlichen Anstieg der Entwicklung daraus hervor.

Missverständnis 2 ist das Verhältnis von Theorie zu Praxis. Viele Anfänger sind in dem Glauben, dass mit viel Theorie und ohne jegliche Praxis alles erreicht werden kann. Der Irrglaube die Praxis sei nicht relevant und die Entwicklung könne ausschließlich Zeit in Onlineforen vorangebracht werden, sowie alle möglichen Situationen mithilfe eines Buches erläutert werden ist weit verbreitet. Dass das nicht sein kann, leuchtet ein, denn wie bei einer Sportart oder ein Instrument, beherrscht der Meister seine Disziplin durch stetiges Training. Auf der anderen Seite behaupten viele Fortgeschrittene felsenfest, man brauche fast keine Theorie um eine Art Meisterschaft zu erlangen. Auch dies ist nicht ganz korrekt. Es ist vielmehr so, dass ein theoretisches Grundgerüst eine Grundlage schafft, die durch viel Praxis und Reflektieren über die eigenen Handlungen ausgebaut und mit Referenzerfahrungen ausgefüllt wird. Erst dadurch fängt man an, die Zusammenhänge zu verstehen. Und das ist es schließlich, was befriedigend von gut und sehr gut unterscheidet.

Missverständnis 3 wurde oben schon aufgeklärt, doch ist vermutlich das gravierendste. Vor allem berührungsscheuen Menschen, denen durch eingetrichtert wird „Fasse Menschen an!“ bereitet folgender Gedanke Kopfzerbrechen: In der Komfortzone findet keine Entwicklung statt. Der Prozess der Persönlichkeitsentwicklung ist mit Aufwand und auch Leid verbunden. Die Gründe werden offensichtlich, wenn man sich einmal anschaut, was „Persönlichkeitsentwicklung“ überhaupt bedeutet: Man muss von alten, fälschlichen Verhaltensmustern weg kommen und hin zu neuen, guten bis optimalen Verhaltensmustern viel an sich arbeiten. Kein Meister dieser Welt kann, ein an mehreren Stellen baufälliges Haus, lediglich mit ein paar Holzbalken reparieren. Damit es dauerhaft hält, muss man es vielleicht sogar abreißen und komplett neu aufbauen. Bei vielen muss sogar das Fundament erneuert werden. Einst sagte ein schlauer Mann: “Wenn du weiterhin das tust, was du bis zu diesem Zeitpunkt immer getan hast, dann wirst du auch dieselben Resultate bekommen, die du bis jetzt bekommen hast.”

Es gilt also: Mit den Ellenbogen durch den Schlamm, harte Kritik einstecken, viel investieren und viel verlieren.  Die eigenen Grenzen müssen überschritten werden, denn erst dann kennt man sie wirklich. Doch am Ende steht die Belohnung. Die Belohnung in Form eines starken Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühls. Hat die Reise ein Ende? Man weiß es nicht. Aber das spielt keine Rolle, da der Weg das Ziel ist.

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